ENTWICKLUNGSHILFE

Entwicklungshilfe von Dr. Kohler


Das Haiti-Projekt

- in Zusammenarbeit mit Dr. Reinhard Koppenleitner und Haiti e.V.
Ein Krankenhaus in Haiti:
Hopital Alma Mater in Gros Morne
Geschichte

Ein deutscher Missionspater begann 1967 in 
Gros Morne, einer Kreisstadt im Nordwesten Haitis (damals 8.000 Einwohner), eine Krankenstation einzurichten, die in den Folgejahren mit Hilfe von 
Misereor zu einem kleinen Krankenhaus mit 40 Betten erweitert wurde. Von 1972 bis 1979 haben deutsche Krankenschwestern 
und Ärzte mitgearbeitet. Seitdem wird es von haitianischen Fachkräften unter Mithilfe kolumbianischer Ordensfrauen geleitet.
Träger ist die Diözesan-Caritas mit Sitz im 35 km entfernten Gonaives, die von Père Gérad Dormévil als Direkor geleitet wird. Das Oberhaupt der Diözese Gonaives, Bischof Emmanuel Constant, hat die Aufsicht.
Der OP-Trakt vom Krankenhaus in Haiti bis 2001
Situation in Haiti

Die Republik Haiti belegt mit 8 Millionen Einwohnern als Nachbar der Dominikanischen Republik das westliche Drittel der Insel.
Überbevölkerung, Entwaldung, Bodenerosion, mangelhafte Schulbildung und und geringe landwirtschaftliche Produktion tragen ebenso zur unglaublichen Armut bei wie das Fehlen natürlicher Ressourcen, das Fehlen industrieller Produktion und die Ineffizienz staatlicher Einrichtungen. In den annähernd 200 Jahren Unabhängigkeit löste eine politische Krise die andere ab.
Das gilt ganz besonders auch für die jüngste Geschichte und den Versuch einer Demokratisierung Haitis. Das Land ist das ärmste der westlichen Welt und verarmt immer weiter. Die Bevölkerung leidet vor allem an Unter-
ernährung, Tuberkulose, Malaria, Durchfall-
erkrankung und Parasitosen. 3 - 10 % der erwachsenen Bevölkerung sind mit HIV/Aids infi-
ziert. Die Lebenserwartung beträgt 52 Jahre und sinkt noch weiter ab.
wartende Menschen vor der Apotheke
das Labor
Das Krankenhaus Alma Mater

Das Krankenhaus Alma Mater versorgt die Bevölkerung des Landkreises Gros Morne mit 130.000 Einwohnern. Die Patienten werden
von der Krankenhausambulanz und anderen Gesundheitsstationen in der Umgebung eingewiesen.
In den Jahren 1998 bis 2001 erfolgte im Krankenhaus eine umfassende Renovierung, wobei ein neuer Operationstrakt gebaut und eingerichtet wurde. Das Management wird kontinuierlich verbessert und gestrafft. Heute stehen in der Abteilung Innere Medizin, Chirurgie, Kinder- und Geburtshilfe bis zu 60 Betten zur Verfügung.

Die Patienten werden von drei haitianischen Ärzten, darunter ein Chirurg, und 16 Krankenschwestern versorgt. Mit einer eigenen Abteilung für Gemeinmedizin engagiert sich das Krankenhaus in der Gesundheitsaufklärung und der Prävention von Krankheiten, besonders von AIDS.
In Zusammenarbeit mit den Gesundheitsstationen in den Dörfern werden Impfprogramme organisiert und Vorsorgemaßnahmen für Schwangere und Kinder durchgeführt. Das Personal der Gesundheitsstationen wird fortgebildet und unterstützt.
der batteriebetriebene Sterilisator
Dr.med.Axel Kohler (rechts) im KH Alma Mater im OP
Finanzielle Krise

Die finanzielle Krise des Landes hat auch das Krankenhaus in Schwierigkeiten gebracht. Wegen der inflationären Preissteigerungen mussten die Gehälter angehoben werden. Andererseits hat die Armut der Bevölkerung zugenommen, so dass viele umsonst behandelt werden müssen oder gar nicht mehr ins Krankenhaus kommen. Das hat zu einem gravierenden Rückgang der Einnahmen im Krankenhaus geführt. Immer wieder fehlt das Geld für Gehälter oder Medikamente.
Langfristige Unterstützung

Der haitianische staat beteiligt sich nur mit ca. 10 % an den Ausgaben des Krankenhauses, und mehr ist auch in Zukunft nicht zu erwarten. Deshalb kommt den kleinen privaten Initiativen aus dem Ausland eine besonders große Bedeutung zu. Unabhängig von politischen Krisen und Embargos haben sie die Möglichkeit, wichtige soziale Einrichtungen wie Krankenhäuser und Schulen am Leben zu erhalten. Unter den politischen und wirtschaftlichen Gegebenheiten in Haiti muß man davon ausgehen, dass diese Hilfe auch langfristig unentbehrlich sein wird.
Von den jährlichen Gesamtausgaben des Krankenhauses von 350.000 EURO können 30 % durch Zahlungen von Patienten gedeckt werden. Über 150.000 EURO müssen jährlich über Spenden aus dem Ausland finanziert werden.

Im Bereich München erhält das Krankenhaus langfristige Hilfe durch die seit 1981 bestehende Projektpartnerschaft mit der Pfarrgemeinde Heilig Geist in Pullach und durch die Zusammenarbeit mit der Haiti-Krankenhaus-Hilfe e.V. Die Unterstützung besteht in finanzieller Hilfe und in fachlicher Beratung durch Ärzte und andere Fachkräfte, die das Krankenhaus besuchen. Gegenseitige Besuche durch Projektverantwortliche und Freunde des Krankenhauses, jährliche Partnerschaftstage und Öffentlichkeitsarbeit mit viel persönlichem Engagement tragen die sehr freundschaftlichen Beziehungen mit den haitianischen Partnern.
Wie können Sie helfen ?

Am Besten durch eine kontinuierliche Unterstützung, denn die Berechen-
barkeit in den laufenden Einkünften ermöglicht es der Krankenhausleitung längerfristig zu 
planen und damit kostensparend ihren Aufgaben nachzukommen. diese Form von “Patenschaft” erfolgt am Besten durch einen Dauerauftrag
oder Bankeinzugsermächtigung.
Aber auch Einzelspenden sind außerordentlich wichtig. Die dafür nötigen Formulare und weitere Informationen erhalten Sie bei:
Pfarrei Heiliger Geist
Parkstr. 9
82049 München-Pullach
Tel.:  089 793 68 60

Haiti-Krankenhaus-Hilfe e.V.
c/o Ehmcke und Spielmann
Kandinskystr. 27
81477 München
Tel.: 089 79 04 56 12
Haiti-Krankenhaus-Hilfe e.V.
Kto Nr. 2200244
BLZ 70090300 - Liga Spar- und Kreditgenossenschaft
DANKE!
Der Aussentrakt des Krankenhauses Alma Mater
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